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Im letzten Spiel des Kreispokal-Viertelfinals

Im letzten Spiel des Kreispokal-Viertelfinals sorgen

die Kicker vom SV Isolator Neuhaus-Schierschnitz für

die Sensation: Das Halbfinale tragen Mannschaften

aus dem Landkreis Sonneberg unter sich aus.

Neuhaus-Schierschnitz – „Das gab es noch nie“, wettert Dittmar Börner,

Chef des Kreisfußballausschusses Südthüringen, am Montag am Telefon.

Er meint damit die Ansetzungen des Kreispokal-Halbfinals, das in dieser

Saison ausschließlich Mannschaften aus dem Landkreis Sonneberg

bestreiten werden. Zur Erinnerung: In der vergangenen Saison

schied der SC 09 Effelder als einzige noch im Pokal verbliebene Mannschaft

aus dem Sonneberger Land recht unglücklich 7:8 im Elfmeterschießen

im Halbfinale gegen den späteren Kreispokalsieger Sachsenbrunn

aus. Im Finale bezwang der Landesklasse-Aufsteiger den Hainaer

SV ebenso glücklich, ebenso im Elfmeterschießen, ebenso mit diesem

Resultat (8:7) – in Schalkau, einem schicken Örtchen im Landkreis Sonneberg.

Ob nun darum das Finale 2019 in Hildburghausen stattfände,

wurde bei Börner nachgehakt. Eine leichte Reizung des KFA-Bosses war

dem genervten Knurren schon zu entnehmen. Das „Nein, die Tendenz

geht gegen Sonneberg“, sorgte aber für Klarheit oder eben Unklarheit.

Zurück zum aktuellen Pokalgeschehen: In seinem letzten Pflichtspiel

im Kalenderjahr 2018 musste der SV Isolator aus Neuhaus-Schierschnitz

innerhalb von fünf Wochen schon zum dritten Male gegen den

Hainaer SV antreten. Auf dem Neuhäuser Hartplatz entwickelte sich

von Beginn an eine muntere Partie. Die ersten Torannäherungen verzeichnete

die Heimseite. Zunächst scheiterte Winkler, und wenig später

landete Kuots Versuch auf dem Tornetz. Für die Gäste setzte der agile

Mai ein erstes Achtungszeichen; sein Schuss zischte über das Schindhelm-

Gehäuse. Zusehends erspielten sich aber die Isolatoren ein deutliches

Chancenplus. Nach schöner Vorarbeit des jungen Dietze war es erst

Gelbricht, dessen Direktabnahme das Ziel nur knapp verfehlte, und

kurze Zeit später schlenzte Winkler den Ball haarscharf am Tor vorbei.

Damit aber nicht genug: Nach überragendem Pass von Kuot vergab

Youngster Rosenbauer aus bester Position. Einen weiteren Riesen besaß

Gelbricht nach einer Ecke; sein Kopfball wurde von Hainas Kapitän Gundelwein

auf der Linie geklärt. Aber auch die Gäste hatten einen Hochkaräter

zu verzeichnen: Nach mustergültiger Flanke von Mai war es Spielgestalter

Busam, der freistehend mit seinem Kopfball an Schindhelm

scheiterte. In der 34. Spielminute zappelte das Kunstleder ein erstes

Mal im Netz – zur Freude der Einheimischen: Nachdem Kuot im Strafraum

aufgetaucht war, hatte sich sein Schuss über den Gästetorwart

hinweg ins lange Eck gesenkt. So ging es für die Mannen von Trainer

Rosenbauer mit einer knappen, aber verdienten Führung zum Pausentee.

Im zweiten Durchgang sahen die 160 Zuschauer zunächst wieder einen

druckvollen SV Isolator. Wieder trat das gut harmonierende Sturmduo

Gelbricht/Winkler in Erscheinung. Erst spitzelte Gelbricht den

Ball aus kurzer Entfernung über die Latte. Anschließend verzog Winkler

aus 18 Metern nur knapp. Es folgte die entscheidende Phase der Partie.

Gästespieler Hoffmann erwies seiner Mannschaft einen Bärendienst, als er

wegen wiederholten Reklamierens vom souverän leitenden Schiedsrichter

Butterich des Feldes verwiesen wurde. Die numerische Überzahl

wurde von den Gastgebern umgehend ausgenutzt. Der gut aufgelegte

Kuot setzte Winkler exzellent in Szene. Dieser ließ sich nicht zweimal

bitten und erhöhte auf 2:0 (69.). Nur eine Minute später keimte nochmals

Hoffnung bei den Grabfeldern auf. Ein Missverständnis im Neuhäuser

Abwehrverbund nutze Mai zum Anschlusstreffer. Das Ergebnis hatte

aber nur 120 Sekunden Bestand. Ein Lapsus von HSV-Schlussmann Bartholomäus,

der den Ball unbedrängt vor die Füße von Gelbricht spielte,

bedeutete den 3:1-Endstand, da die Isolatoren das Ergebnis clever
verwalteten

und nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis kamen. Einziger Wermutstropfen

war für die Neuhäuser in der Nachspielzeit die Ampelkarte

für Kuot, den ansonsten besten Akteur des Nachmittags.

Mit dem Einzug ins Pokalhalbfinale und dem Überwintern auf Platz

eins in der Meisterschaft beenden die Biene-Kicker eine grandiose Hinrunde

und verdienen sich Respekt und Anerkennung für die gezeigten Leistungen.

rem/cj/fri

Neuhaus-Schierschnitz: Schindhelm, Klaus Meusel,

Ehnes, Steve Gelhaar, Justin Rosenbauer (84. Schramm),

Schmidt, Maurice Gelhaar, Winkler, Dietze, Kuot, Gelbricht

Haina: Bartholomäus, Engelmann, Happ, Höfer, Hoffmann,

Michael Hummel (58. Fritsch), Diez (77. Wolf), Mai,

Gundelwein, Korn, Busam

Butterich (Adelhausen) – 160 – 1:0 Kuot (34.), 2:0

Winkler (69.), 2:1 Mai (69.), 3:1 Gelbricht (72.) – Gelb-Rot:

Hoffmann (Haina/65./Reklamieren), Kuot (Neuhaus-

Schierschnitz/90./Foulspiel)

 

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